EFFICAS
Festpreisformat · Projektstart · Governance

Projekt-Initialisierung: startklar, bevor es losgeht.

Kurz gesagt: Sie wissen, welches Vorhaben Sie angehen wollen — und wollen, dass es diesmal trägt.

Drei bis vier Wochen lang spreche ich mit den Beteiligten und schreibe auf, was alle voraussetzen, aber niemand aufgeschrieben hat: Was genau soll erreicht werden und was ausdrücklich nicht, wer entscheidet, wer kann das Vorhaben aufhalten, was ist riskant und in welcher Reihenfolge geht es. Am Ende liegt ein Projektsteckbrief vor, über den ein Lenkungskreis entscheiden kann.

3–4
Wochen Laufzeit

Vom Auftrag bis zum Projektsteckbrief

~10
Stunden bei Ihnen

Gespräche, Abstimmung, Abschluss

6
Ergebnisse

Bearbeitbar und im Projekt weiterverwendbar

1
Festpreis

Nach Zuschnitt vereinbart, danach ohne Nachforderung

Ausgangslage

Projekte scheitern am Anfang, nicht in der Mitte

Wenn ein Vorhaben nach acht Monaten kippt, liegt die Ursache fast immer in den ersten drei Wochen. Das ist kein Vorwurf an die Projektleitung — es ist die Folge davon, dass die Initialisierung meistens niemandes Aufgabe ist. Der Fachbereich will starten, die IT will Klarheit, und beide haben recht.

Der Umfang war nie geklärt

Er wurde nur nicht widersprochen. Was nicht dazugehört, steht nirgends — und genau darüber wird später gestritten.

Die Governance ist kopiert

Aus dem letzten Projekt übernommen, obwohl die Beteiligten andere sind und die Entscheidungswege nicht passen.

Das entscheidende Risiko stand auf einem Flipchart

Im ersten Workshop war es allen klar. In eine Liste ist es nie gekommen, und ab Monat drei redet niemand mehr darüber.

Das letzte Vorhaben lief schon so

Es soll diesmal anders werden, aber niemand hat aufgeschrieben, woran es zuletzt tatsächlich lag.

Leistungsumfang

Was das Format umfasst — und was nicht

Was dazugehört

  • Zielbild und Nicht-Ziele — was am Ende anders sein soll, und was ausdrücklich nicht dazugehört
  • Stakeholderbild — wer entscheidet, wer liefert, wer betroffen ist, und wer das Vorhaben aufhalten kann
  • Governance — Gremien, Rhythmus, Eskalationswege. So schlank wie möglich; überflüssige Gremien sind selbst ein Risiko.
  • Risiken — bewertet, mit den Annahmen, die man beim Aufsetzen gern stehen lässt
  • Roadmap — grob, aber mit den Abhängigkeiten, die den Takt vorgeben
  • Projektsteckbrief — zwei bis drei Seiten als Entscheidungsgrundlage

Was nicht dazugehört

  • Keine Lösungsauswahl und keine Anbieterbewertung
  • Keine Detailplanung auf Arbeitspaketebene
  • Keine Übernahme der Projektleitung — die wird getrennt vereinbart, wenn sie gewünscht ist
  • Kein Format, wenn das Projekt faktisch schon läuft und nur noch Dokumente nachgereicht werden sollen
  • Kein Format, wenn die Entscheidung längst gefallen ist und eine externe Bestätigung gesucht wird
Ablauf

Drei bis vier Wochen

WocheWas passiert
1Auftragsklärung und Gespräche: Was soll erreicht werden, wer ist beteiligt, was ist zu diesem Thema schon versucht worden.
2Zielbild und Abgrenzung schärfen, Stakeholderbild aufbauen, erste Risiken sammeln — und die Annahmen benennen, auf denen das Vorhaben steht.
3Governance zuschneiden, Roadmap und Abhängigkeiten skizzieren, Risiken bewerten.
4Projektsteckbrief fertigstellen und in einer Arbeitssitzung durchgehen. Ergebnis ist eine Startentscheidung — oder die begründete Empfehlung, vorher etwas zu klären.
Das zweite mögliche Ergebnis

Manchmal lautet die Antwort: noch nicht

Es kommt vor, dass die Initialisierung mit der Feststellung endet, dass ein Vorhaben so nicht startreif ist — weil eine Voraussetzung fehlt, eine Zuständigkeit ungeklärt ist oder das Budget zur Zielsetzung nicht passt.

Das ist kein Scheitern des Formats, sondern sein günstigster möglicher Ausgang. Ein Vorhaben vor dem Start zu korrigieren kostet Wochen. Nach dem Start kostet es Quartale.

Zwei Spalten mit demselben Klärungsbedarf. Vor dem Start geklärt kostet es Wochen und ergibt einen Projektsteckbrief: Zielbild und Erfolgskriterien, Zuständigkeiten und Entscheidungswege, Stakeholder und Erwartungen, Risiken und Voraussetzungen, Aufwand und Reihenfolge. Nach dem Start geklärt kostet es Qualität, Vertrauen und meist Geld — als Nachverhandlung, Konflikt, unerfüllte Erwartung, Überraschung im dritten Monat und Budgetnachtrag. DERSELBE KLÄRUNGSBEDARF, ZU ZWEI ZEITPUNKTEN Vor dem Start geklärt Kostet Wochen · Zielbild und Erfolgskriterien · Zuständigkeiten und Entscheidungswege · Stakeholder und ihre Erwartungen · Risiken und Voraussetzungen · Aufwand und Reihenfolge Ergebnis: ein Steckbrief Nach dem Start geklärt Kostet Qualität, Vertrauen und meist Geld · als Nachverhandlung im Lenkungskreis · als Konflikt zwischen zwei Bereichen · als Erwartung, die niemand erfüllt · als Überraschung im dritten Monat · als Nachtrag zum Budget Ergebnis: ein Vorhaben unter Druck Die Fragen sind in beiden Spalten dieselben. Verschieden ist nur, wann sie gestellt werden — und was das dann kostet. Ein Vorhaben vor dem Start zu korrigieren kostet Wochen, nach dem Start kostet es mehr.
Klärungsbedarf vor dem Start und nach dem Start
Aufwand und Preis

Was es Sie an Zeit kostet — offen gerechnet

Der Zuschnitt richtet sich nach Tragweite und Zahl der beteiligten Bereiche. Daraus folgen Laufzeit und Zahl der Gespräche. Der Preis ist ein Festpreis und wird beim Zuschnitt gemeinsam festgelegt — danach gibt es keine Nachforderung und keine Aufwandsdiskussion.

Das Format läuft drei bis vier Wochen vom Auftrag bis zum Projektsteckbrief. Ihr Aufwand liegt bei etwa zehn Stunden: ein Auftragsklärungsgespräch, drei bis fünf Gespräche mit Beteiligten, eine Zwischenabstimmung und die Abschlusssitzung.

Abgrenzung

Portfolio Review oder Initialisierung?

Beide sind Festpreisformate mit fester Laufzeit. Sie beantworten aber zwei verschiedene Fragen.

Portfolio ReviewInitialisierung
Die FrageWelche unserer Vorhaben sollen wir überhaupt machen?Dieses Vorhaben machen wir — wie setzen wir es auf?
Gegenstandalle laufenden und beauftragten Vorhabenein einzelnes Vorhaben
Zeitpunktmittendrin, wenn zu viel gleichzeitig läuftdavor, wenn noch nichts läuft
ErgebnisEntscheidungsvorlage: was bleibt, was gehtProjektsteckbrief: wie es aufgesetzt wird
Dauer4–6 Wochen3–4 Wochen

Wenn beides zutrifft, kommt der Review zuerst: Erst entscheiden, welche Vorhaben bleiben — dann das wichtigste davon sauber aufsetzen.

Häufige Fragen

Was vorher geklärt wird

Ab welcher Größe lohnt das?

Nicht die Größe entscheidet, sondern die Tragweite: ob das Vorhaben mehrere Bereiche betrifft, ob es schwer umkehrbar ist und ob ein Scheitern spürbar wäre.

Wir haben doch schon ein Konzept.

Dann ist ein Teil der Arbeit erledigt. Das Format prüft es gegen Stakeholderbild, Governance und Risiken — meistens fehlt nicht das Konzept, sondern die Klärung drumherum.

Übernehmen Sie danach die Projektleitung?

Möglich, aber nicht vorausgesetzt. Der Steckbrief ist so gebaut, dass auch jemand anderes damit starten kann. Wenn Sie die Steuerung extern vergeben wollen, ist das eine eigene Vereinbarung.

Was ist der Unterschied zum Portfolio Review?

Der Portfolio Review schaut auf viele Vorhaben gleichzeitig und sortiert sie. Die Initialisierung schaut auf eines und macht es startklar.

Wer muss dabei sein?

Der Auftraggeber des Vorhabens, die IT-Leitung, die künftige Projektleitung und die Bereiche, ohne die es nicht geht. In der Abschlusssitzung jemand, der die Startentscheidung treffen darf.

Wie schnell kann das starten?

In der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Wenn ein Termin drückt, lässt sich der Zuschnitt straffen — nicht aber die Zahl der Gespräche.

Nächster Schritt

Für den Zuschnitt reichen drei Angaben

Worum es geht, welche Bereiche betroffen sind, und wann das Vorhaben starten soll. Danach steht der Zuschnitt und der Preis dazu.